iter romanum:lektion 26-34

Lektion 26 Aeneas - Kampf oder Flucht? Nicht nur Odysseus sondern auch Aeneas war lange über das Meer getrieben. Als Odysseus und seine Gefährten aus dem Pferd, das die Griechen gebaut hatten, kletterten, um den Trojanern das Verderben zu bringen, schlief Aeneas. Plötzlich war der von Achille getötete Hektor im vor Aeneas´ Augen und brachte traurige Worte heraus: „Oh weh, flieh du Sohn der Göttin, die Feinde haben die Mauern. Die Trojaner haben große Hoffnung in dich und vertrauen dir die heiligen Gegenstände und ihre Hausgötter an, damit du für sie eine neue Heimat suchst.“ Nachdem der Schlaf des Aeneas durch diese Worte geweckt worden war, verzeweifelte er zuerst an seiner Rettung, weil er glaubte, dass nichts von der Hoffnung der Trojaner übrig sei. Deshalb griff er zu den Waffen, um im Kampf umzukommen. Plötzlich erschien seine Mutter, die Göttin Venus: „Sei guten Mutes! Auch im Unglück werde ich dich und die Deinen nicht im Stich lassen!“ Weil Aeneas durch diese Worte seiner Mutter gewarnt worden war und durch die Hoffnung auf Rettung gestärkt worden war, eilte er nach Hause, um seine Frau Creusa und seinen Sohn Julus zu retten. Sogar Anchisae, sein alterschwachen Vater, übberedete er, den Worten der Götter Glauben zu schenke, und das Vaterland zu verlassen. Und wirklich gelang es Aeneas aus der Stadt, die von der Griechen angegriffen worden war, zu entkommen, obwohl er seinen Vater auf den Schultern trug, und den kleinen Julus an der Rechten Hand hielt. Denn die Flammen wurden mit Hilfe der Götter zurückgeschlagen. Seine Gattin Creusa aber, kam auf der Flucht um.

O. = Odysseus , Z. = Zyklopen , P. = Polyphem

 

Lektion 27 Dido und Aeneas Dido nahm Aeneas zu Haus auf, und wollte das er von seinen Irrfahrten erzählt. Nachdem Dido auf Wunsch der Götter in Liebe zu Aeneas entbrannt war, vereinigten sich Dido und Aeneas in einer Höhle. Aber Juppiter und Venus wollten nicht, dass sie Trojaner in Karthago bleiben und die Stadt errichteten. Deshalb sagte der Gott zu Aeneas: „Willst du etwa lieber die Grundmauern Karthagos errichten, als die Reise fortzusetzen? Vernachlässige nicht dein Schicksal und die Herrschaft des Julus über Italien.“ Darauf befahl Aeneas den Trojanern , heimlich eine Flotte bereit zu machen. Aber als Dido die Auffuhr bemerkt hatte, rief sie aus: „ Verlass mich nicht! Du Treuloser, halten dich weder meine Liebe, noch meine rechte Hand die ich dir gegeben habe? Dich unglücklicher nahm ich mit wohlwollenden Blick auf, dir versprach ich die Herrschaft. Du hast mein Ehrgefühl vernichtet. Wenn du mich verlässt werde ich Hand an mich legen.“ Aeneas aber: „ Niemals werde ich deine Verdienste leugnen. Wenn aber Juppiter nicht will, das mein Urteil ist hier zu leben, werde ich auf Befehl der Götter nach Italien segeln. Ich will das Schicksal nicht vernachlässigen.“ Bei Sonnenaufgang verließen die Trojaner den Hafen. Als die unglückliche Dido die Schiffe in die Fluten sah, gab sie sich ihrer Trauer. Sie ließ grässliche Worte fallen: „Die Völker sollen keine Liebe und Bündnis haben.“ Dann durchbohrte sie sich voller Qual mit Aeneas Schwert.

 

Lektion 28 Aeneas in Latium Die Einwohner Latiums sind von König Latinus regiert worden. Latinus nahm die Gesandten mit großer Güte auf und fragte sie:,,Woher kommt ihr, von wem werdet ihr regiert ?“ Einer von den Trojanern antwortete: ,,Wie sind Flüchtlinge, wir kommen aus der Stadt Troja.Ich werde Ilioneus genannt, wir alle zusammen werden Trojaner genannt und werden von Aeneas, Venus Sohn, regiert. Aber wir wurden schon sieben Jahre lang auf hoher See hin- und hergetrieben. Nachdem das Schicksal uns hierher in euer Land geführt hat, wollen wir hier bleiben. Deshalb bitten wir dich, dass du uns mit großer Freundschaft aufnimmst.“ Dann sagt der König: ,,Es wird die , dem Trojaner, dass gegeben was du dir wünscht!“ Latinus der König hatte eine Tochter mit dem Namen Lavinia. Turnus hatte die Tochter lieb gewonnen und hatte von dem Vater verlangt, dass er ihm die Ehe mit der Tochter gäbe. Latinus aber hatte viele Vorzeichen seine Tochter nicht zu Turnus zu führen sondern beschließt sie Aeneas zu geben. Turnus war von seinem Zorn angespornt worden und wahnsinnig vor Liebe und rief aus :,, Lavinia wird niemals in eine Ehe mit dir geführt werden, verbrecherischer Aeneas, sie ist mir versprochen. Auch wenn ihr mich tötet ihr Trojaner werdet aus Latium vertrieben. Darauf sagt Aeneas:,, Troja hat mir seine Stadtgötter anvertraut. Unsere Stad wurde auf Befehl von Jupiter gebaut. Das Land Italien und die Stadt Rom müssen sich von meinem Sohn regieren lassen. Deshalb wird mich deine Drohung nicht erschrecken.“ Da er aber immer und immer wieder von Turnus herausgefordert worden wäre, wenn er nicht mit ihm gekämpft und ihn nicht getötet hätte.

 

Lektion 29 Aeneas in der Unterwelt Sibylla und Aeneas wurden werden von dem schrecklichen Charone mit einem Kahn über den Fluss Tyx übergesetzt. Zuerst sehen sie den riesigen und tiefen Tartarus, der von Flammen umgeben ist. Ein nie schlafendes Ungeheuer mit blutigen Hemd bekleidet, bewacht diesen Platz, woher stöhnen, wilde Schläge und rasselnde Kettengeräusche zu hören sind. Dort verbüßen alle Verbrecher eingeschlossen in hohen Mauern eine harte Strafe. Dann kommen sie in dem lieblichen Elysium an, wo die Sonne und die Sterne die Felder mit hellem Licht auffüllen. Dieser Ort erfreut die Seelen der Guten mit Spielen, Tanz und Gesang. Plötzlich erblickt Aeneas zwischen den Seelen seinen Vater und begrüßt ichn mit großer Freude. Er will drei Mal seine Arme um den Als seines Vaters legen, drei mal entflieht das Abbild des Vaters seinen Händen. Anchises: „Ich werde dein e Nachkommenschaft aufzählen. Zukünftig siehst du Könige und berühmte Römer. Siehe da, Romulus! Die Stadt Rom wird von ihm gegründet und die sieben Hügel mit einer Mauer umgeben werden. Einst wird Rom die Hauptstadt von diesem Erdkreis sein. Siehe da, Caesar und Pompejus! Diese Männer werden einst einen verderblichen Krieg führen und das Vaterland in zwei Teile spalten. Caesar, mein Blut, wird der milde Sieger sein. Siehe da, Augustus! Die Feinde werden vor der Ankunft diese Mannes schaudern. Er wird den Bürgerkrieg beenden, das goldene Zeitalter gründen und die Grenzen des Reiches ausdehnen. Das Reich wird dem römischen Volk ohne Grenzen gegeben werden. Du, Römer, denke daran: Die Herrschaft über das Volk zu leiten, die Unterworfenen zu schonen und die Hochmutigen nieder zu kämfen.“ Danach verließ Aeneas das Orkum, weil ichn die Hoffnung auf den zukünftigen Ruhm bewegte, und segelte guten Mutes nach Latium.

Lektion 30

Im Bad von Baiae Während des Sommers machten die Römer gern einen Spaziergang in das fruchtbare Campania,den Garten Italiens.Dort waren blühende Städte, wie Kapua,Bajae,Cumae und Pompeji.Besonders Bajae wurde von vielen reichen Römern häufig besucht.Die Menschen,die an der schönen Küste spazieren oder in die Badeanstalt gingen,gaben sich der freien Zeit hin.So belert sind die Badeanstalten von Bajae gewesen,dass der Dichter Horaz sagte:“Keine Bucht auf dem Erdkreis übertrifft das liebliche Bajae.“ Dem Philosophen Seneca hat aber die Genusssucht und Zügellosigkeit von Bajae sehr missfallen. Als er einst über einer Badeanstalt saß,beschrieb er den Trubel der Menschen auf folgende Weise: „Überall umtönt mich der vielfältige Lärm, während ich die Wissenschaft studiere. Oft höre ich Menschen die mit lautem Geschrei ihre Früchte anbieten. Immet das Stöhnen von Männern,die sich quälen und mit ihren Händen schwere Hanteln schwingen. Immer das Stöhnen von Männern die arbeiten odwer Arbeiten vortäuschen. Die lachenden und schreienden Kinder springen ins Wasser. Gestern hörte ich den erfassten Dieb schreien:“Ich habe das Geld und den Schmuck nicht gestohlen!Ich bin unschuldig!Schont mich!“Ja in der Badeanstalt ist sogar ein Sklave, der die Achselhaare zupft.Ich hasse den nie schweigenden Menschen. Auch die Ausrufe der Wurstverkäufer und Zuckerbäcker,die ihre waren verkaufen,erfüllen meine Ohren. Ich will nicht zwischen so viel Lärm bleiben.Ich werde Bajae Morgen verlassen.“

 

Lektion 31 Der Vesuvausbruch 79 nach Christi Über viele Tage wurden die Bewohner Campaniens durch mittelmäßige Erdbeben beunruhigt worden. Aber am 24. August befiel die Furcht die Herzen aller, nachdem die Beben sehr verstärkt worden waren. Alles schien sich nicht nur zu bewegen sondern sogar umzustürzen. Nachdem die Häuser sehr wackelten, beschlossen wir die Stadt zu verlassen vor der Furcht verschüttet zu werden. Das erstarte Volk bedrängt uns in den Straßen und stößt uns. Auch nicht viel später steigt eine schwarze Wolke herab und viel Asche bedrückt uns. Nachdem alle Plätze mit dickem Rauch verhüllt worden waren, wurde von überall Geschrei der Frauen, hilferufe der Kinder und das Rufen der Männer gehört. Die einen suchten ihre Eltern, andere ihre Kinder und wieder andere ihre Ehefrauen durch Stimmen zu erkennen; die einen bejammern den Untergang der Seinen, andere hoben ihre Hände zum Himmel und flehten die Götter an, wieder andere glaubten, dass es nirgendwo irgendwelche Götter gibt und das der jüngste Tag gekommen ist. Einige vergrößerten die wahre Gefahr durch ausgedachte Schrecken. Es leuchtete ein wenig auf, aber nicht der Tag wurde gesehen, sondern der Schein des Feuers. Dann wieder Finsternis, dann wieder Asche. Immer und immerwieder schüttelten wir uns Asche ab.; andernfalls währen wir von dem Gewicht der Asche erdrückt worden. Endlich war der Rauch nach und nach aufgelöst worden und alles wurde vor unseren Augen mit heißer Asche zugedeckt. Obwohl die Sonne endlich gesehen worden war, nam trotzdem die Furcht vor neuen Gefahren Oberhand; denn die Erdbeben fuhren fort.

 

Lektion 32 Rom und Magna Graecia Ab dem achten Jahrhundert vor Christus verließen viele Einwohner Griechenlands, die an Hunger und Not litten ihr Heimatland und segelten nach Sizilien, die Fruchtbare Insel, oder nach Unteritalien. Deshalb wurden diese Regionen, weil dort viele Griechen wohnten, Groß Griechenland genannt. Herrliche Städte wie Syrakus, Messina, Tarentum, Neapel oder Cuma wurden von den griechischen Siedlern gegründet. Weil die Händler mit angrenzenden Völkern verkehrten, vergrößerten sich der Reichtum und der Einfluss der Städte Groß Griechenlands. Als das dritte Jahrhundert vor Christus begann, kämpften die Römer mit den Tarentinern. Diese holten Pyrrhus, den König von Epirus, zur Hilfe herbei. Der der Kriege kundige und des Erfolgs begierige Pyrrhus besiegte das Heer der Römer. Nachdem die Niederlage nach Rom gesandt worden war, wurde der Konsul C. Fabricius vom Senat zu Pyrrhus geschickt, um über die Gefangenen zu verhandeln. Als Pyrrhus Fabricius zu überreden versuchte, zu ihm überzulaufen, lehnte dies der Konsul ab. Weil der König dessen Redlichkeit hoch anschätzte, wurden die Gefangenen ohne Preis freigelassen. Nach mehreren Monaten wurde der Krieg erneuert. Obwohl Pyrrhus wieder mit dem Sieg ging, war der Krieg trotzdem vergeblich, weil die Truppen des Königs sehr dezimiert worden waren. Daher schickte der König Cineas, einen Unterfeldherren, nach Rom. Obwohl Cineas mit den Römern über Frieden verhandelte, lehnte Appius Claudius Caecus, ein Mann von würdigem Ruhm, den Frieden ab, solange die Feinde mit ihren Truppen in Italien sind. Schließlich kehrte Pyrrhus nach Epirus zurück. Tarent aber und die übrigen Städte Groß Griechenlands gelangten in die Macht des Römischen Volkes.

 

Lektion 33 Der Cereskult auf Silzilien Die Insel Sizilien war von alters her ganz Ceres und Proserpina geweiht. Sowohl die übrigen Völker als auch besonders die Sizilianer glaubten, dass sowohl die Göttinnen in dieser Gegend geboren sind als auch die Früchte zum ersten Mal in diesem Land gefunden wurden. Wir lesen bei Schriftstellern aus der Antike über Ceres und deren Tochter: Einst verlangte Pluto von Jupiter, dass Proserpina sich ihm zur Frau geben würde. Aber Jupiter sagte ihm, dass Ceres sie im nicht überlassen werde, dass die Tochter im dunklen Tartarus wäre. Deshalb raubte Pluto auf Anstiftung Juppitters, Proserpina, als sie Blumen auf dem Berg Athna sammelte, und drang mit ihr nicht weit von Syracussa unter der Erde ein. Ceres durchzog den ganzen Erdkreis, um Proserpina zu suchen, immer in der Hoffnung, dass sie ihre Tochter finden würde. Als sie von Apollo erfahren hatte, dass die junge Frau im Tartarus die Ehefrau von Pluto war, suchte sie Juppiter auf und forderte von ihm, dass man der Mutter die Tochter wiedergibt. Juppiter gab ihren Wunsch nicht nach aber er versprach ihr, dass Proserpina die Hälfte des Jahres an der Oberwelt, und die andere Hälfte im Tartarus sein würde. Nicht nur die Siculer, sondern auch die übrigen Völker verehrten besonders die Ceres von Henna: Weil die Römer Ceres wegen großer Unglücke im Staat zur Zeit der Konsule Publio Mucio und Lucio Calpunio beruhigen wollten, schicken sie Priesten nach Henna, wie zu Ceres selbst, obwohl es in der Stadt einen großen Tempel von Ceres gab.

Lektion 34Amtsmissbrauch eines römischen Provinzialstadthalters

Segesta, eine alte Stadt Siziliens, wurde von Aeneas, der aus Troja floh und in diese Gegend kam, gegründet .Daher glaubten die Segestaner, dass sie nicht nur durch ewige Freundschaft, sondern auch durch Verwandtschaft mit dem römischen Volk verbunden seien. Diese Stadt wurde mit Kraft eingenoommen und zerstört, als deren Einwohner mit den Karthagern kämpften. Alle Schmuckstücke wurden aus jenem Ort nach Kathago weggetragen. Unter diesen war ein Bildnis der Diana, dass aus Bronze mit einzigartiger Kunst hergestellt worden war. Viele Jahre später sorgte Publio Scipio, nach Karthagos Einnahme, dafür, dass des Sikulern alle Schmuckstücke zurückgegeben würden. Zu dieser Zeit wurde auch das Bild der Diana den Segestanern zurückgegeben und an ihren Platz zur großen Freunde der Bürger aufgestellt. Als Verres Stadthalter von Sizilien war und nach Segesta kam, begann er vor Begierde zu brennen, weil er das Bild der Diana sah. Er befahl den Beamten der Segestaner, dass sie es ihm geben sollten und er legte dar, dass er sich nichts so ersehne, wie die Staue der Diana. Die Segestaner antworteten, dass dieses für sie ungerecht sei und dass sie von der Flucht von der obersten Religion und dem obersten Gesetz gehalten würden. Als Verres darauf bestand, wurde die Sache im Senat der Segestaner verhandelt. Die Sache wurde zunächst abgelehnt, weil alle wiedersprachen. Dann drohte Verres dem bevorstehenden Beamten. Dass er den Senat der Segestaner völlig zerstören werde. Als die Segestaner irgendwann vor großer Furcht besiegt worden waren, beschlossen die dem befehl des Prätors zu gehorchen. Nachdem die Stadt vom Feinde eingenommen worden war, trug deshalb nun ein römischer Prätor die Statue, die damals der Feldherr des römischen Volkes den Segestanern zurück gebracht hatte, aus der Stadt der Bundesgenossen in einem Ruchlosen Verbrechen weg.Dann drohte Verres nach der Herbeirufung der Beamten, dass er die Stadt der Segestaner von Grund auf zerstören würde.

19.1.07 13:29

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