iter romanum:lektion 2-14

Lektion 2 Die Reise nach Rom

Heute fliegen Cornelius und Julia nach Italien, denn ihr Großvater und ihre Großmutter wohnen in Italien. Julia und Cornelius mögen die Großmutter sehr; deshalb wollen sie den Großvater und die Großmutter dort besuchen. Bald sehen die Kinder aus dem Flugzeug die Alpen. Die Kinder sehen auch Felder und Wälder. Siehe da, Rom! Auf dem Flughafen erwarten der Großvater und die Großmutter die Kinder, aber die Kinder sehen den Großvater und die Großmutter nicht, sie hören sie nicht und sie finden sie nicht. Wo sind sie?

Lektion 3

Auf dem Flughafen Endlich finden die Kinder Großvater und Großmutter und begrüßen sie: „Seid gegrüßt, Großmutter und Großvater!“ „Seid gegrüßt, Kinder!“ Dann geben Julia und Cornelius ihrer Großmutter und ihrem Großvater Blumen. „Wo ist ein Wirtshaus, Großvater“, fragt Julia, „Wo gibt es Mineralwasser oder Eis?“ Schon sehen sie ein Wirtshaus und treten ein. Dort sind Frauen, Männer und Kinder, überall stehen und sitzen sie, sie rufen den Kellner, sie zögern nicht zu schreien Bringe Wein, komm schnell! Aber weder der Kellner noch der Amtsgenosse bringen Cornelius, Julia, Großmutter, Großvater den Frauen und Männern entweder Wasser oder Eis her. Da warten die Kinder nicht länger, sondern sie wollen endlich Rom besichtigen.

 

Lektion 4 Endlich bei den Großeltern Schon erscheint das Forum, schon das Colloseum, aber heute wollen die Kinder weder das forum, noch das Colloseum besichtigen. Schließlich treten Großvater und Großmutter in ein Haus ein. Großmutter bereitet das Essen vor, bald schlafen Julia und Cornelius. Die Göttin Luna behütet den Schlaf der Kinder: Grabmähler und Tempel erregen Cornelius Seele sehr, das Leben der Männer, Frauen, Mädchen und Jungen Roms bewegt Julia. Siehe da, die Sonne! Schnell stehen Julia und Cornelius auf, rufen Großmutter und erwarten ein Frühstück. Großmutter, wie es Sitte der Römer war, bringt Wasser, Käse, Saft, Oliven und Obst. Die Kinder freuen sich. Immer wieder fragen sie Großvater: „Was ist das Capitol? Was ist das Colloseum? Was ereignet sich dort? Woher kamen die Tiere? Wer tötet die Tiere? Wo ist der Circus Maximus? Wer betreibt das Viergespann der Pferde? Erzähl, Opa!

Lektion 6 Trubel auf den Märkten Roms

Die Kinder kaufen sich ein Buch im Wirtshaus. Zuhause lesen sie es mit großer Freude. Viele römische Foren sind altertümlich geschmückt. Das größte Forum war das Forum Romanum. Andere Foren waren das Forum boarium, Forum holitium, forum pistorium, forum piscartorium. Morgens besuchten häufig viele Sklaven römische Foren. Auf dem Gemüsemarkt kauften sie eine große Anzahl an Früchten, buntes Obst, Poree und Ölkuchen, Auf dem Forum waren viele Budeninhaber. Die Budeninhaber waren oft ausländisch, zum Beispiel die Griechen oder Syren. Alle verkauften zum Leben notwendiges. Überall schrien die Budenbesitzer und riefen zurück. Auf dem Kochmarkt war es für die Römer angenehm zu Speisen. Auf diesem Platz roch es nach guten Speisen, Wurst und Wein. Auch schlechte und dreiste besuchten häufig das Forum. Sie gaben Geld, nahmen Wucherzinsen und täuschten unerfahrene Geschäfte. Nur selten gab ein anderer großen Schaden.

 

Lektion 7 Das Forum Romanum Das Forum Romanum war die Mitte Roms und des römischen Reiches. Prächtige Gebäude und herrliche Tempel umfassten das Forum. Auch sind viele Überreste vorhanden, wie zum Beispiel Kurien, der Tempel des Saturn, der Tempel der Vesta und der Tempel der Concordia. In den Kurien berieten sich einst die Senatoren über das römische Reich. Im Tempel des Saturn bewachten und verwalten die Senatoren die Staatskasse. Die Vestalinnen bewachten im runden Tempel der Vesta das heilige Feuer; sie wohnten beim Tempel der Vesta gelegenen Atrium. Die Römer besuchten nicht nur die Tempel der Götter und Göttinnen, sondern auch die großen Hallen, vor allem die Halle der Julia. In den hallen hielten sie Markt ab oder sprachen Recht. Die Dächer der hallen stützten große Säulen. Vor der Kurie waren das Komitium und die Rednerbühne. Von der Rednerbühne herab hielten berühmte Männer, wie zum Beispiel Cato und Cicero Reden an das Volk. Sie berieten auf dem Versammlungsplatz der Römer in alter Zeit über die Angelegenheiten des Volkes. Die berühmteste Straße des Forums war die Via Sacra. Über die Via Sacra zu spazieren, den Trubel der Frauen und Männer zu betrachten, Freunde zu grüßen, Halt zu machen und sich an Gesprächen zu erfreuen machte vielen Römern Spass.

 

Lektion 8 Auf dem Palatin Cornelius und Julia haben heute mit Markus, ihrem römischen Freund, vor surch die Straßen Roms spazieren zu gehen. Cornelius: „Zeig uns andere Plätze, Markus!“ Julia zu Markus:,, Du eilst zu schnell, Markus! Schon bin ich müde, denn die Straße ist steil!“ Endlich sind die Kinder am Palatin. Markus: „Seid aufmerksam, Freunde! Wir sehen viele Ruinen von dem alten Gebäuden. Die Sage lautet: Die Ersten Bewohner Roms wohnten auf dem Palatin. Hier könnt ihr die Hütte von Romulus und das Haus von Augustus und Livia sehen. Auch Cicero und Markus Antonius, die Berühmten Männer, errichteten ihren Wohnsitz auf dem Palatin. Gefällt es euch alte Gebäude zu erkunden? Wir können die Ruinen betreten. Zögert ihr etwa?“ Die Kinder betreten das Haus Augustus. Sie finden herrliche Bilder und staunen. Cornelius verlässt alleine das Haus. Von der Höhle sieht er das weite Feld.“ Komm Markus.“ ruft er laut. „Was sehe ich dort?“ Markus:,, Das Circus Maximus siehst du. Einst erfreuten sich die Römer dort an Wagenrennen, aber heute, wie du siehst, ist der Platz verlassen und wüst!“ Schon ist der Abend da! Großvater und Großmutter erwarten die Kinder.

Lektion 9Verirrt in Rom

Es ist hart, am Abend durch unbekannte Straßen zu irren. Die Kinder bemühen sich, einige Männer und Frauen nach dem richtigen Weg zu fragen. Die Antworten sind verschieden: „Die Straße ist mir nicht bekannt. Fragt andere!“ - „Nach rechts!“ – „Geht bis zum Kolosseum, biegt dann ein in die Straße nach links und betretet dann die Via Labicana.“ Die Kinder benötigen einen Rat und verlieren den Mut. „Oh wir Armen!“ Wessen Antwort ist richtig? Wem können wir Vertrauen schenken? Von wem erfahren wir etwas Sicheres? Wem sollen wir vertrauen? Vielleicht können uns sogar die alten römischen Götter Hilfe gewähren? Daher fleht Cornelius Mercur, den Gott der Straßen an: „Helf uns und zeig uns den richtigen Weg. „Und schon ist sie da – ein Polizist. Der Polizist zeigt den Kindern mit Sorgfalt den Weg. Mitten in der Nacht gelangen Cornelius und Julia nach Hause. Großvater und Großmutter nehmen die Kinder mit großer Freude auf. Nun sind sie von den großen Sorge befreit. Danke Mercur. Mercur?

 

Lektion 11 Von den Anfängen Roms Procas der König von Alba Longa, hatte zwei Söhne, Numitor und Amulius. Weil Procas Numitor die Herrschaft gegeben hatte, raubte Amulius, ein Verbrecher, seinem Bruder die Herrschaft und vertrieb ihn aus der Stadt. Obwohl er Rhea Silvia, die Tochter von Numitor zur Vestallin gemacht hatte und ihr die Hoffnung auf Kinder entrissen hatte, zeugte Mars, der wilde Kriegsgott mit der Tochter des Numitors Zwillinge. Nachdem der wütende Amulius die Vestalinn ins Gefängnis gesteckt hatte, setzte er die Jungen am Flussufer aus. Aber mit Hilfe der Götter rettete und säugte eine Wölfin die Zwillinge. Wenig später fand Faustulus, ein Hirte des Königs Romulus und Remus, brachte sie in seine Hütte und erzog sie unter seinen Kindern. Nachdem die Brüder herangewachsen waren, übertrafen sie die übrigen jungen Männer an Körper- und Geisteskraft. Mit den Hirten hatten sie nicht nur die Herden vor wilden Tieren bewahrt, sondern auch Räuber besiegt. Später töteten sie mit einer Schar junger Männer Amulius, den ungerechten König und gaben Numitor die Herrschaft. Dann beschlossen sie an ebendem Ort, wo Faustulus die zwillinge gefunden hatte, eine neue Stadt zu gründen. Aber weil jeder von beiden Brüdern herrschen wollte gerieten Romulus und Remus in einen hässlichen Wettkampf. Schließlich verspottete Remus die Höhe der Stadtmauern und übersprang die neuen Mauern. Romulus aber tötete zornig seinen Bruder. tötete zornig seinen Bruder.

 

Lektion 12 Rom unter den Etruskern Im Jahr 753 v. Chr. Gründete Romulus – wie von Livius überliefert – Rom. Viele Jahre bewohnten die Hirten den Palatin und andere Hügel. Sie lebten in Höhlen oder kleinen Hütten. Im sechsten Jahrhundert besetzten die Etrusker Rom. Nachdem sie den Sumpf zwischen dem Palatin und dem Capitol durch Gräben trockengelegt hatten, errichteten sie dort das Forum. Dann umgaben sie die Stadt mit Mauern. Sie schmückten sie mit Tempeln aus, bauten den Zirkus Maximus, viele Straßen wie zum Beispiel die Via Sacra. Bis zum Jahr 509 v. Chr. regierten die Etruskischen Könige in der Stadt. Der letzte der Könige, Tarquinius Superbus, war ein wilder und ungerechter Herr. Er vertrieb und tötete seinen Großvater, einen guten König. Er regierte mit großer Willkür und Grausamkeit. Weil er seine Feinde fürchtete, hatte er immer Wächter um sich herum. Nachdem der Sohn des Tarquinius Luceretia, eine untadelige Frau, Unrecht angetan hatte, bestrafte sich die ehrbare Frau deswegen mit dem Tod. Lucius Junius Brutus aber wiegelte die Römer auf und ermahnte sie: „Vertreibt den Alleinherrscher, vertreibt seinen Sohn, vertreibt den ganzen Volksstamm. Befreit eure Stadt vor dem hochmütigen Herrscher. Obwohl die Römer die Tarquinier vertrieben und eine neue Republik erschaffen hatte, behielten sie dennoch viele Einrichtungen der Etrusker bei, wie zum Beispiel die Ämter des Haruspex und des Augur, den Triumphzug, die Toga des Triumphators und die Gladiatorenspiele.

 

Lektion 13 Ein römischer Triumphzug Nachdem die Römer den König Tarquinius aus der Stadt vertrieben hatten, führten sie viele Jahre lang Krieg mit den benachbarten Völkern. Immer wieder stritten sie sich mit den Sabiner, den Volscis und den Aequiern um die Herrschaft über Italien. Vor allem die Einwohner von Veji, einer großen, reichen etruskischen Stadt leisteten den römischen Truppen lange Zeit Wiederstand. Obwohl sie Veji zehn Jahre lang mit größter Tapferkeit verteidigt hatten, eroberte der Feldherr M. Furius Camillus schließlich dennoch die Stadt und zerstörte sie. In Rom beschlossen die Senatoren sofort einen Triumphzug für den Feldherrn. Viele Bürger erwarten auf dem Forum die Ankunft des Feldherrn. Schon hören sie, wie sich die Legion dem Forum nähert. Sie sehen, wie die Senatoren vor dem Heereszug schreiten, wie die Soldaten unter den Feldzeichen das Forum betreten und wie die Sklaven die reiche Beute tragen. „Wir freuen uns, dass M. Furius die Feinde vertrieben hat und die Stadt erobert und vernichtet hat. Wir haben gehört, dass die Einwohner von Veji den römischen Truppen lange Zeit Wiederstand geleistet hatten. Wer weiß nicht, dass M. Furius ein berühmter Feldherr ist und das die römischen Soldaten immer mit größter Tapferkeit kämpfen?“ Inzwischen gelangt der Imperator auf dem Triumphwagen bis zum Capitol und opfert einen weißen Stier für die Götter. Der Priester sagt den Göttern Dank und sagt: „Es steht fest, dass die Römer nicht nur durch die Tapferkeit der Soldaten, sondern auch mit Hilfe der Götter die Feinde überwunden haben.“

 

Lektion 14 Brot und Spiele Wie bekannt ist, kamen die Römer in alten Zeiten zum Kolloseum um sich zu Vergnügen. Die Römer erfreuten sich viele Stunden an Theater-, Gladiatoren-, und Zirkusspielen. Viele Menschen betrachteten die Schauspieler mit großer Freude. Besonders die Gladiatoren- und Zirkusspielen machten den Römern großes Vergnügen. Das Volk forderte immer Brot und Zirkusspiele. Das größte Amphitheater war das Kolosseum. Wir wissen, dass sie Tierhetzen in den Arenen von großer Grausamkeit waren: Die Tierkämpfer zerfleischten Elefanten und eine menge anderer Tiere. Die Römer warfen sogar Verbrecher zu den Tieren. Die Freude der Zuschauer war groß. Wenn die Trompeten ertönten, beginnen die Gladiatorenspiele. Dann waren es die Gladiatoren, die bis zum Fingerheben kämpften. Wenn einer der Gladiatoren verwundet auf dem Boden lag, gaben die Zuschauer entweder mit Tüchern das Zeichen der Begnadigung oder sie drehten den Daumen. Manchmal kämpften die Gladiatoren bis zum Tod. Der Sieger hatte Hoffnung auf die Freiheit. Der Poet Martialis erzählt: Nachdem Priscus und Verus, Gladiatoren von großer Tapferkeit, dem Kampf in die Länge zogen, forderte das Volk mit großem Geschrei das Ende. Schließlich schickte der Kaiser Titus Priscus und Verus Palmenzweige und hölzerne Schwerter, obwohl er ihnen befohlen

hatte bis zum Fingerheben zu Kämpfen.

 

19.1.07 13:10

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